Warum in die Ferne schweifen, wenn die Heilung im Garten liegt?

 

Machen Sie sich das Wissen über Heilkräuter zu Nutzen und unterstützen Sie so wirksam und nachhaltig Ihre Gesundheit. Egal, ob man unter Verstopfungen leidet, eine Zerrung den Körper plagt oder eine Grippe den Organismus in die Mangel genommen hat – durch die Anwendung von Heilkräutern können Sie wirksam gegen all diese Leiden vorgehen, ganz natürlich.

Heilkräuter verbessern die Gesundheit. Heilpflanzen bzw. Heilkräuter sind hierbei jedoch als relativer Begriff zu verstehen, der nur nach der Verwendung, ungeachtet der botanischen Zugehörigkeit oder der Wuchsform, verwendet wird. Hier sind damit alle Arten von Pflanzen und Früchte, sowie einzelnen Pflanzenteile genannt, die positiv auf die Gesundheit wirken.

Aber Heilpflanzen können noch mehr. Sie schmecken auch noch! Genau deswegen haben wir Menschen wahrscheinlich erst unsere Aufmerksamkeit auf Heilkräuter gelenkt. Vordergründig dienten Heilkräuter erst einmal, wie auch heute zum Würzen von Speisen. Erst aus der Nutzung der Pflanzen als Geschmacksverstärker konnte ihre heilende Wirkung festgestellt werden.

Wissenschaftler nehmen an, dass schon in der Altsteinzeit, Menschen herausgefunden hatten, dass sie ihren Speisen mit bestimmten Blättern und Früchten einen besonderen Geschmack verleihen konnten. Viele Urvölker aus unterschiedlichen Regionen dieser Welt würzen seit jeher ihre Speisen mit regionalen Heilkräutern.

In Europa war das Wissen um die Heilkräuter lange Zeit Sache der Klöster. Hier fanden sich ausgedehnte Heil- und Küchenkräutergärten. Die Benediktiner waren die Vorreiter im Heilkräuterimport. Aus ihrem Stammkloster in den Alpen brachten sie viele Pflanzen mit und verteilten sie über ganz Europa.

Auch die Heilkunst der Medizi und Bader des Mittelalters basiert auf dem Wissen um die Heilkraft der Pflanzen. Leider wurde dieses Wissen Frauen im Mittelalter zum Verhängnis, denn die Pflanzenkraft war oftmals so schnell und wirkungsvoll, dass man die Heilung als Hexenwerk betitelte und die heilkundige Frau dafür auf dem Scheiterhaufen brennen musste.

Seit dem Vormarsch der Pharmaindustrie ist das alte Wissen über Heilpflanzen und -kräuter aus dem eigenen Garten, hierzulande immer weitere verkümmert. Die Erfindung des Penicillin im 19. Jahrhundert versetzte der Entwicklung der Heilkräuterkunde einen Todesstoß, sodass in unserer Kultur diese Wissensverbreitung und -anwendung ein jähes Ende nahm.

Fortan verdrängten chemische Wirkstoffe die Hausmittel und die Notwendigkeit einer Überlieferung des Heilkäuter-Wissens wurde immer unwichtiger. Wir haben uns antrainiert vermehrt auf Chemie und „richtige“ Medizin zu vertrauen, statt erst einmal zu Hausmittelchen zu greifen. Damit ging vielerorts ein wirklicher Schatz verloren.

Heute nutzen viele Menschen unserer Kultur, Heilkräuter nur noch zum Würzen von Speisen ganz bewusst. In Apotheken sind sie kaum noch zu finden. Dabei sind wir an vielen Stellen im Alltag noch immer mit der heilenden Wirkung der Heilkräuter umgeben, ohne es bewusst zu bemerken.

Langsam zeichnet sich jedoch wieder ein Trend zu mehr Natürlichkeit ab, auch und gerade im Umgang mit Krankheiten und besserer Gesundheit.

Das entspannende und schlaffördernde Schaumbad mit Lavendelduft haben Sie vielleicht auch schon einmal genutzt, ohne dem Lavendel bewusst diese Wirkung zuzuschreiben. Vielleicht nutzen Sie auch die nach Zitrone duftende Kerze an einem lauen Sommerabend auf dem Balkon um eine mückenfreie Wohlfühlzone zu schaffen und ahnen gar nicht welcher Kräutertrick hier eingesetzt wird.

Kräuter können mehr als unsere Sinne als Geschmacksverstärker und Duftstoffe zu verwöhnen.

Seit Jahrhunderten werden Heilkräuter in Form von Tees, Pulver, als Frischpflanzen oder als Umschläge für unsere körperliche Gesundheit und unser Wohlbefinden genutzt. Auch die Stimulierung des Geistes sowie die Wiederherstellung der inneren Balance kann mit Heilkräutern erreicht werden.

Schon der Arzt Hippokrates (um 460-375 vor Christus) verweist in seinen Aufzeichnungen auf ein großes Heilpflanzensortiment. Ob Husten, Kopfschmerzen, Hexenschuss, blaue Flecken oder die vorbeugende Förderung der Abwehrkräfte – mit der Kraft der Heilkräuter wussten sich Menschen schon lange zu helfen und in vielen Kulturen ist dieses Wissen niemals aus der „Mode“ gekommen.

Heilpflanzen, Heilkräuter und andere natürliche Heilmittel sind sehr wertvoll und hilfreich. Jedoch sollten Sie die Heilmittel aus der Natur immer überlegt und bewusst anwenden. Einige Substanzen eignen sich nicht für Kinder, wiederum anderen beeinflussen sich in Ihrer Wirkung gegenseitig. Das setzt das nötige Interesse und die Geduld des Erlernens dieses Wissens voraus.

Dennoch ist das heute gar nicht so schwer. Das Einzige, was nötig ist, um diese Heilkräfte für sich zu nutzen, ist eine leicht verständliche Anleitung, etwas Recherche und gesunde Experimentierfreude mit ungefährlichen Stoffen.

Dazu ist es gut zu verstehen, dass wir gerade heute in einem Paradies bezüglich Heilpflanzen und -kräutern leben. Manche Pflanzen, die ursprünglich wichtige Heilkräuter waren, werden heute zum Genuss verzehrt (Tee, Kaffee oder Tabak), sind leicht im Supermarkt als Küchenkräutern erhältlich (z. B. Pfeffer, Zimt, Basilikum) oder gehörten einfach zu unserem Ernährungsalltag dazu, ohne dass wir sie als heilend oder genesungsfördernd wahrnehmen (Äpfel, Zitronen etc.). Diese leicht auffindbaren und erreichbaren Heilmittel müssen wir nur lernen zu unserem Vorteil einzusetzen, zuzubereiten und zusammenzusetzen.

Die „Mutter“ der Heilkräuterkunde, Hildegard von Bingen erfährt mit ihrem Heilsystem gerade eine Renaissance. Immer mehr Anhänger finden Interesse an ihrem System, sogar Menschen, die sich vorher mehr in Richtung östliche oder indianische Mystik orientiert haben, finden sich in ihrer Lehre wieder. Vielleicht finden auch Sie hier die richtige Herangehensweise an die Thematik der Heilpflanzen.

Sie können aber schon jetzt etwas für Ihre Gesundheit tun, ohne sich dabei mit Pflanzen und Heilkräutern auszukennen. Denn wer die richtigen Voraussetzungen für die eigene Gesundheit und das individuelle Wohlbefinden schafft, der ist weitaus weniger anfällig für Krankheiten und muss diese dann auch nicht bekämpfen – egal ob mit Heilkräutern oder Chemie.

Sorgen Sie vor allem für eine Verbindung zu Natur und zu Pflanzen, indem Sie möglichst häufig an der frischen Luft sind. Gerade in der heutigen Zeit verbringen wir die meiste Zeit des Tages, während der Arbeit, in geschlossenen Räumen. Viele Menschen wählen auch den überwiegenden Teil ihrer Freizeit so zu verbringen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Kälte uns heute schneller zusetzt, wir leichter von einer Erkältung getroffen werden oder uns körperliche Betätigungen schneller Schmerzen bereiten. Trainieren Sie Ihre Abwehrkräfte durch mehr Nähe zur Natur. Bewegen Sie sich regelmäßig und achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, dann ist Ihr Körper gut gerüstet. Mit den Kräften der Heilpflanzen können Sie dann fast alle Krankheiten spielend bezwingen und überwinden. Finden Sie heraus, welche Heilkräfte in Ihnen stecken.

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