Körper und Geist im Einklang – die fünf Tibeter praktizieren

 

Spezielle Körperübungen verbessern in Kombination mit der Atmung die körperliche und geistige Achtsamkeit – so ließen sich die als “fünf Tibeter” bezeichnete yogaähnliche Gymnastik auf den Punkt bringen. Den Übungen werden harmonisierende und anregende Wirkungen zugeschrieben, die insbesondere die als Chakren bekannten Energiezentren ansprechen.

Ihre Ursprünge verlieren sich in der Vergangenheit: Verorten die einen sie im tibetanischen Hochland, wo sie seit Jahrhunderten vor allem von Mönchen praktiziert werden, führen andere sie auf ein im Jahr 1939 erschienenes Buch zurück. Der Weltenbummler Peter Kelder soll die Übungen in eine spannende Rahmenhandlung gepackt haben, um sie populär zu machen. Fakt ist, die Beschreibung der fünf Tibeter wurde im Jahr 1985 von Harry R. Lynn erneut veröffentlicht und finden seither immer mehr begeisterte Anhänger.

 

Fünf Tibeter – Harmonie und Energie für Körper und Geist

Es ist die Kombination aus Bewegung und Atmung einerseits sowie geistiger und körperlicher Achtsamkeit andererseits, die diese Übungen so wirkungsvoll machen. Sie zielen darauf ab, die Lebensenergie wieder in einen harmonischen Fluss zu bringen. Schließlich ist diese Energie ausschlaggebend für unsere Gesundheit und Vitalität, aber auch für unser geistig-seelisches Wohlbefinden und unsere Kreativität – und das bis ins hohe Lebensalter. Mit dem Praktizieren dieser Übungen lenken wir unsere Aufmerksamkeit wieder auf unser ureigenes Wesen. Wir werden uns unserer selbst wieder bewusster. Das erleichtert uns ein gesundes Leben, öffnet uns aber auch gegenüber uns selbst und gegenüber anderen. Den fünf Tibetern wird eine förderliche Wirkung auf die Kraft des Herzens, die Klarheit des Geistes und damit unsere Langlebigkeit zugesprochen. 

 

Die Übungen – überall ohne Probleme ausführbar 

Zu Beginn führen Sie jede Übungen in drei Wiederholungen aus. Je weiter Sie fortschreiten, desto höher können Sie das Pensum steigern – auf bis zu 21 Wiederholungen. 

 

1. Der erste Tibeter – der Kreisel

Sie stehen aufrecht, die Füße stehen hüftbreit auseinander, die Knie sind leicht gebeugt. Die Hände werden 30 cm vor der Brust gefaltet. Mit dem Ausatmen strecken Sie die Arme zur Seite und drehen sich nach rechts. Führen Sie die Hände wieder zusammen und spüren Sie in die zusammengedrückten Handflächen hinein. So wirken Sie einem eventuellen Schwindelgefühl entgegen. 

 

2. Der zweite Tibeter – die Kerze

Legen Sie sich flach auf den Boden, die Arme werden mit den Handflachen nach unten neben dem Körper abgelegt. Schließen Sie die Augen. Spannen Sie nun die Füße an und ziehen Sie die spitzen nach oben. Beim Einatmen heben Sie gleichzeitig Beine und Kopf, wobei die Schultern am Boden bleiben. Mit dem Ausatmen legen Sie sich wieder ab. Achten Sie auf Ihre Lendenwirbel. 

 

3. Der dritte Tibeter – der Halbmond

Knien Sie sich beckenbreit mit aufrechtem Körper und aufgestellten Zehenspitzen hin. Die Hände liegen am Gesäß. Beim Ausatmen senken Sie den Kopf, beim Einatmen schieben Sie das Becken nach vorn. Der Kopf sinkt mit geöffnetem Mund nach hinten. Einige Beschreibungen gehen weiter: Zehen strecken und Gesäß auf die Fersen senken. Die Stirn geht zu Boden, die Hände nach hinten, die Flächen zeigen nach oben. Beim Aufrichten gehen Sie langsam Wirbel für Wirbel vor. 

 

4. Der vierte Tibeter – die Brücke

Mit nach vorne gestreckten Beinen aufrecht hinsetzen, die Hände mit nach vorne zeigenden Fingerspitzen neben der Hüfte ablegen. Beim Einatmen Beine anwinkeln, Hüfte nach oben und Kopf nach hinten schieben. Die Brücke kurz halten, dann beim Ausatmen zurückgehen. 

 

5. Der fünfte Tibeter – der Berg

Gehen Sie in Bauchlage und stützen Sie sich mit den Händen in Brusthöhe ab. Strecken Sie die Arme durch und heben Sie Ihren Oberkörper ins Holzkreuz. Der Kopf geht in den Nacken. Beim Einatmen bewegen Sie Gesäß und Becken nach oben und das Kinn ans Brustbein. Beim Ausatmen gehen Sie wieder ins Hohlkreuz. 

 

Viel Erfolg beim Probieren wünscht Ihr Team vom Gesundheitsmond Mondkalender.

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